HIKI vermittelt freiwillige und ehrenamtliche Dolmetscher*innen. Dies bedeutet, dass kein An­spruch auf professionelle Übersetzung geltend gemacht werden kann. Unsere Dol­metsch­er*innen übersetzen nach bestem Wissen und Gewissen auf Vertrauensbasis. Wer eine verbindliche Ver­dolmetschung wünscht, sollte sich an professionelle Dolmetscher*innen wenden. Ehrenamtlichkeit kann auch heißen, dass HIKI keine*n ehrenamtliche*n Dolmetscher*in findet, der*die gerade Zeit zum Übersetzen hat.

Auch unser Hotline-Team arbeitet ehrenamtlich. Dadurch kann es passieren, dass nicht jeder Anruf sofort entgegen genommen werden kann. Wir bitten Sie in solchen Fällen, erneut anzurufen.

 

  Wie funktioniert die kostenlose HIKI-Hotline?                                                                                  

  • Ein*e Hilfesuchende*r ruft an und sucht Dolmetscher*innen für Sprache X.

  • Eins unserer fünf Hotline-Telefone klingelt und wird abgehoben.

  • Der*die Hilfesuchende bleibt in der Leitung.

  • Parallel sucht die HIKI-Hotline eine*n passende*n Dolmetscher*in und stellt eine Dreierkonferenz her.

  • Der*die Hilfesuchende erklärt dem*der Dolmetscherin kurz, worum es geht, anschließend verlässt die HIKI-Hotline die Konferenz.

  • Der*die Dolmetscher*in stellt sich kurz vor und erklärt, was er*sie übersetzen kann (bzw. was nicht). Der*die Hilfesuchende wird darauf hingewiesen, dass die Übersetzung nur mit seinem*ihren Einverständnis passieren kann und ehrenamtlich erfolgt.

  • anschließend beginnt die Verdolmetschung.

 

  Wann ist Telefon-Dolmetschen sinnvoll?                                                                                            

  • ...bei Einzelgesprächen

  • ...von nicht mehr als 15-20 min Länge (bitte beachten: ein übersetztes Gespräch dauert etwa doppelt so lange wie ein Gespräch ohne Übersetzung!)

  • ...bei Alltagskommunikation in Behörden, mit Lehrer*innen der Kinder, bei Arzt*Ärztinnenbesuchen, ...

  Wann ist Telefon-Dolmetschen nicht sinnvoll? Wann übersetzt HIKI nicht?                           

  • ...bei rechtlicher und/oder psychologischer Beratung

  • ...bei Gruppengesprächen

  • ...bei medizinischen Aufklärungsgesprächen

 

Sollte Begleitung dringend notwendig sein, versuchen wir dies zu organisieren. Bitte geben Sie uns aber mindestens 3 Tage vorab Bescheid. Zur Begleitung vereinbarte Termine sind verbindlich! Außerdem bitten wir Sie, für den*die Übersetzer*in eine Aufwandsentschädigung in Höhe der angefallenen Fahrtkosten zu zahlen.

Da zurzeit ein erhöhter Bedarf an Textübersetzungen besteht, nehmen wir Texte in geringem Umfang entgegen und leiten diese an unsere Dolmetscher*innen weiter. Die Dolmetscher*innen würden sich bei Interesse dann direkt mit Ihnen in Verbindung setzen.

 

  Was bedeutet es am Telefon zu dolmetschen?                                                                                 

Beim  Dolmetschen am Telefon wird von den Dolmetscher*innen große Verantwortung übernommen. Eine große Herausforderung für sie ist, dass die nonverbale Kommunikation als Verständnishilfe wegfällt. Daher ist uns wichtig, dass unsere Sprachmittler*innen ihre Sprachkenntnisse gut und selbstkritisch einschätzen, in der betreffenden Situation verantwortungsbewusst handeln und ihre Grenzen gegebenenfalls auch klar benennen können. Wir sehen unsere zentrale Aufgabe darin, Kommunikation möglichst korrekt herzustellen. Sollte dies nicht möglich sein, müssen alle Seiten darüber informiert werden und eine andere Lösung bzw. ein*e professionelle*r Dolmetscher*in gesucht werden.

Um unseren Dolmetscher*innen die Möglichkeit zum Austausch und zur Professionalisierung zu geben, bieten wir seit November 2015 in regelmäßigen Abständen Fortbildungen an.

 

  ... und was ist mit professioneller Verdolmetschung?!                                                                  

Übersetzung und Verdolmetschung sind professionelle Tätigkeiten, die auch entsprechend entlohnt werden sollten. Trotzdem glauben wir, dass derzeit ein Bedarf an Sprachmittlung besteht, der nicht allein von hauptberuflichen Dolmetscher*innen abgefangen werden kann – bzw. nicht von den sich zahlreich gründenden ehrenamtlichen Initiativen bzw. den Betroffenen mit Flucht­hin­ter­grund bezahlt werden kann.

Unser Ziel ist, dass Verdolmetschung als staatliche Aufgabe institutionalisiert wird. Ehren­amt­li­ches Engagement ist ein nötiger Schritt auf dem Weg dahin – und leistet schnelle, konkrete und unbüro­kratische Unterstützung für Hilfesuchende. Einen weiteren wichtigen Schritt stellt die Vergütung von Übersetzungs- und Dolmetschleistungen dar – und sei es zu Beginn mithilfe von Aufwandsentschädigungen.

Wir unterstützen daher vorrangig Initiativen bzw. Hilfesuchende, die auch ehrenamtlich arbeiten bzw. eine Übersetzung nicht bezahlen können. Sollte Ihre Institution jedoch eine Aufwandsentschädigung zahlen können, die dem Umfang einer profes­sionellen Verdolmetschung entspricht, werden wir Sie an professionelle Sprachmittler*innen verweisen. Kleine Aufwandsentschädigungen leiten wir an unsere Dolmetscher*innen weiter.

  ... wie kann Verdolmetschung per Telefon noch besser werden?                                               

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Gern nehmen wir Spenden für unsere Tätigkeiten entgegen:

Empfänger: djo-Deutsche Jugend in Europa

IBAN: DE 58 80093784 0001111558

BIC: GENODEF1HAL (Volksbank Halle)

Betreff: Spende für HIKI

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